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20.08.2026

Datensouveränität als gemeinsame Lösung

XQT APPLY

„Datensouveränität entsteht dort, wo unterschiedliche Kompetenzen intelligent zusammenwirken“, 
erklärt Geschäftsführer Thomas Heßling im Interview. 
Doch was heißt „intelligent zusammenwirken“ überhaupt und warum sind vertrauenswürdige, interoperable Daten die Grundlage, um Innovationen erst in den operativen Klinikalltag zu integrieren? 
Ein Blick auf die APPLY-Ebene von XQT zeigt, welche Möglichkeiten Datensouveränität eröffnet. 

Beispiel KI-gestützte Arztbriefschreibung

Für viele Kliniken ist die KI-gestützte Arztbriefschreibung ein spannender Anwendungsfall, weil die Zeitersparnis für medizinisches Personal direkt sichtbar wird und somit konkret Ressourcen freisetzt. Eine Innovation? Ohne Frage – die allerdings nur dann ihr Potenzial entfalten kann, wenn die dafür benötigten Daten sicher und vor allem zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen, weiß auch Dr. Ira Stoll, Geschäftsführerin des XQT Partners myScribe.
Was XQT in diesem Anwendungsfall zum Enabler macht? myScribe verfügt über keine eigene Datenhaltung und setzt auf der Infrastruktur des Kunden auf. Daher ist ein FHIR®-fähiges Clinical Data Repository, kurz CDR, eine Grundvoraussetzung für die praktische Anwendung. Und genau die stellt die DMI GROUP in laufenden und auch bereits abgeschlossenen Projekten unter anderem mit einem FHIR® Server bereit. Über Infor™ Cloverleaf® von Health-Comm werden die erforderlichen Daten dann in den FHIR® Server übertragen, sodass myScribe auf dieser Datenbasis die KI-gestützte Arztbriefschreibung bereitstellen kann.

 Befüllung des CDR

Interessanterweise ist ein eigenes CDR noch kein Garant dafür, dass es technologische Innovationen direkt in die Anwendung schaffen, wie der XQT Partner Firemetrics zeigt. Firemetrics verfügt zwar über ein eigenes CDR, was jedoch befüllt werden will. Und genau hier setzen die Leistungen der DMI GROUP an: DMI liefert die notwendigen Datenströme und Health-Comm sorgt über Infor™ Cloverleaf® für die Befüllung des Firemetrics-CDR. 
Was auf den ersten Blick simpel klingt, ist auf den zweiten, genaueren Blick mit einem erheblichen personellen Aufwand verbunden, da zahlreiche Primär- und Subsysteme analysiert und angebunden werden müssen. Genau das ist die Integrationsarbeit, die DMI übernimmt und damit das CDR von Firemetrics oder jedem anderen Anbieter überhaupt erst nutzbar macht.

Systeme „on FHIR®“

Spannend wird es aber vor allem dort, wo verschiedene Systeme reibungslos miteinander kommunizieren müssen. Ein Beispiel aus unserem Partnernetzwerk ist Doctolib, die Informationen aus dem KIS sowie dem Dokumentenmanagementsystemen benötigen. Der Schlüssel in diesem Fall ist ein Kommunikationsserver, der die Anbindung sowie den Austausch der benötigten Patienteninformationen überhaupt erst gewährleisten. Ist dann in einem Haus zusätzlich noch das FHIR®-fähige Patientenportal von Doctolib integriert, können Abruf und Ablage der Daten aus dem AVP Infinity und dem qualified Trust Repository, kurz qTR, von DMI erfolgen.

KIS-Wechsel

Auch beim Übergang von der alten in eine neue Welt ist die DMI GROUP zur Stelle. Beispiel KIS-Wechsel: Einen solchen begleitet die Gruppe gemeinsam mit 4K Analytics gerade bei einem Universitätsklinikum. 4K Analytics liefert mit ihrer Lösung eine ‚Legacy Data Bridge‘. Dahinter verbirgt sich ein KI-Assistent, der in Zukunft das neue KIS mit den historischen Patientenakten verbindet, die bewusst nicht vollständig überführt werden. In zukünftigen Entwicklungsstufen soll die klinische KI-Assistenz mit strukturierten Daten aus dem internen Data Lake verbunden werden.
Dabei ist der KI-Assistent nur so gut wie seine Datenbasis, weiß 4K Analytics Geschäftsführer Björn Degenkolbe. Und genau hierfür sorgt das XQT Leistungsportfolio der DMI GROUP. Mit AVP Infinity stehen sämtliche Datenbestände inklusive Metadaten und KDL-Klassifizierung des Klinikums über eine Schnittstelle bereit. Für das Projekt ist das der entscheidende Hebel, betont Degenkolbe: Statt aufwendiger Archivmigration genüge eine Datenkopie, die sich in wenigen Wochen realisieren lasse.

Abrechnung auf Knopfdruck 

Genau diese Datenbasis aus AVP Infinity nutzt übrigens auch XQT-Partner Damedic für sein KI-basiertes Abrechnungssystem. Über das Leistungsportfolio von XQT werden Daten und Dokumente bereitgestellt, was dafür sorgt, dass Kodierunterstützung und Abrechnung genutzt werden können. Hier arbeiten Damedic und die DMI GROUP an ersten Pilotierungen.
So unterschiedlich die genannten Beispiele auf den ersten Blick auch sein mögen, haben sie doch gemeinsame Stärken: 

Das Leistungs­portfolio von XQT sorgt für Datenverfügbarkeit, Integration und Interoperabilität. Ohne dieses Leistungsversprechen könnten viele der wirklich guten Partnerlösungen, die für Kliniken reale Entlastung und Mehrwert im klinischen Alltag bedeuten, oft nicht in die bestehenden Systemlandschaften der Kunden eingebunden und damit nicht produktiv nutzbar gemacht werden.
Bildnachweise: Adrian Grosu–stock.adobe.com

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