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2026 ist für die DMI GROUP das Jahr der Premieren – vor allem mit Blick auf XQT als neue Marke für Datensouveränität. Die ist zwar nicht über Nacht entstanden, sondern vielmehr über viele Jahre im Hintergrund gewachsen und gereift, wurde durch gezielte Zukäufe sowie die konsequente Ausrichtung der Kompetenzen und Leistungen innerhalb der Gruppe weiterentwickelt. Allerdings wurde XQT in diesem Jahr auf der DMEA in Berlin zum ersten Mal einem breiten Publikum präsentiert. Entsprechend groß war die Vorfreude auf dieses erste direkte und damit so wichtige Feedback vom Markt.
Dass XQT die neue Marke der DMI GROUP für Datensouveränität ist, war für Besucher schon beim Betreten der Halle 5.2 sofort ersichtlich. Gleichwertig prangten die drei entscheidenden Buchstaben von einem großen Deckenkranz, der dem Stand der DMI GROUP die gebührende Aufmerksamkeit, vor allem aber einen Rahmen schenkte. Dabei war nicht nur XQT – Exchange Qualified Trust – Programm, sondern vor allem das Ordnungssystem auf den drei Ebenen TRUST, CONNECT, APPLY, die gemeinsam den Kern von Datensouveränität und damit digitaler Souveränität bilden. Vertreter der DMI GROUP waren ebenso am Stand präsent wie Partner, die mit ihren innovativen Lösungen auf der Ebene APPLY Krankenhäusern praktischen Mehrwert bieten wollen und dafür die vertrauenswürdigen, interoperablen Daten benötigen, die die DMI GROUP auf den Ebenen TRUST und CONNECT nutzbar macht.
Nutzen von Datensouveränität wird erkannt
Viel wichtiger als die Präsentation der neuen Marke für Datensouveränität waren allerdings die Gespräche, die mit bestehenden Kunden, Interessierten und Beratern während der DMEA geführt wurden. Denn das einstimmige Fazit auf der DMEA lautete: Ohne Datensouveränität wird eine souveräne Gesundheitsversorgung in Zukunft kaum möglich sein. John Ahrens, Berater für Digitale Transformation bei JaCoCo, brachte es treffend auf den Punkt: „Gerade neue Technologien lassen sich nicht einsetzen, wenn man keine strukturierten Daten hat. Und diese Strukturierung und das Zusammenführen der Daten wird durch DMI gewährleistet.“
Und Kai Hemmes, Leitung Qualitätsmanagement der Alcura Fachklinik Albstadt, ergänzte, dass eben mit dem schnellen Voranschreiten neuer Technologien wie etwa der KI die Daten in Zukunft „noch mehr matchen müssen“, damit Mehrwert überhaupt entstehen kann. Dr. Anke Diehl, Chief Digital Officer der Universitätsmedizin Essen, sieht vor allem in der strengen sektoralen Aufteilung einen Grund für die massiven Probleme des deutschen Gesundheitssystems. Ihr Fazit auf der DMEA: „Es gibt praktisch keine offenen Schnittstellen, es gibt viel zu wenig interoperable Formate und keine Secure-Processing-Environments.“
Und der Auftakt in Köln war nicht nur aufgrund des exklusiven Blicks auf den Dom ein absolutes Highlight. Es waren die Gespräche und Diskussionen auf und abseits der Bühne, die erneut unterstrichen haben, wie elementar Datensouveränität für die Zukunft der Gesundheitsversorgung ist. „Hätten wir vor 15 Jahren mit der Cloud in der Medizintechnik und dem Gesundheitswesen begonnen, würden uns heute manche Gedankenexperimente erspart bleiben“, sagte beispielsweise Jörg Asma, Partner bei der Unternehmensberatung PwC und Leader Digital Healthcare Consulting, in seinem „Reality Check“ in Köln.
Was dabei viele Krankenhäuser unterschätzen, sei laut Prof. Dr. Thomas Jäschke, CEO der Datatree AG, die Verfügbarkeit in der Datensouveränität, was nichts andere heiße als „ich komme an die Daten ran.“ Und das ist ein Grundsatz, der heute noch nicht für alle Kliniken gelebte Realität sei.
Weitere Infos & Anmeldung
Von links: Christian Bauer | COO, Knappschaft Kliniken GmbH; Dr. Ruth Hecker | Chief Patient Safety Officer der Universitätsmedizin Essen; Georg Langebartels | Chief Digital Officer Klinikum Lippe und Herzchirurg; Dr. Viola Henke | Executive Relations XQT; Dr. Axel Paegert | Chief Executive Officer AMEOS Gruppe; Bernhard Calmer | Geschäftsführer, CGM Clinical Europe GmbH & m.Doc GmbH; Prof. Dr. Josef Hilbert | Vorstandsvorsitzender Netwerk Deutsche Gesundheitsregionen e. V.
Berlin Calling
Die Gesprächsfäden, die in Köln geknüpft wurden, konnten knapp sechs Wochen später in Berlin auf dem zweiten XQT Entscheiderforum dann nahtlos aufgegriffen und weitergeführt werden. Spannend hier vor allem auch der Impuls von Prof. Dr. Dr. Jens Scholz, der neben seinen Rollen als CEO des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und als erster Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands auch wissenschaftlicher Leiter Forum Medizin und Innovationen des Hauptstadtkongresses war. Für ihn ist Datensouveränität auch deshalb ein so wichtiges Kriterium, weil Gesundheitsdaten heute im großen Stil gesammelt werden – im Privaten über Fitness-Apps ebenso wie in Kliniken. Um jedoch aus diesen gesammelten Gesundheitsdaten personalisierte Medizin ableiten zu können brauche es Rechenkapazität und die könne ein einzelner Standort gar nicht mehr leisten, betont Prof. Scholz: „Und deswegen braucht man Datensouveränität in einer Cloud.“
Datensouveränität hat jedoch auch noch einen ganz wichtigen praktischen Nutzen – für die Patientensicherheit wie auch für den Schutz des medizinischen Personals, wie Dr. Ruth Hecker, Chief Patient Safety Officer der Universitätsmedizin Essen, in Berlin betonte: „Datensouveränität ist ein großes Muss für die Mitarbeitenden, denn ohne die richtigen Daten am richtigen Ort kann es zu Fehlentscheidungen kommen.“ Dafür gebe es sogar einen Fachbegriff, erklärt Dr. Hecker: Second Victim, zweites Opfer.
Besonders schön war der Ausklang des zweiten XQT Entscheiderforums auf der Dachterrasse des Hub27 mit einem tollen Blick über Berlin und der Vorfreude auf Runde drei in Hamburg am 8. September. Denn wie bringt es der geschäftsführende Gesellschafter der DMI GROUP, Christoph Schmelter, treffend auf den Punkt: „Ich glaube, so ein Format muss sich auch entwickeln und die bisherige Entwicklung ist wirklich hervorragend.“
Dr. Viola Henke,Executive Relations XQTSebastian | C. Semler Geschäftsführer TMF e. V. | Jörg Asma PricewaterhouseCoopers (PwC), Deutschland