Zur Einbindung externer Videos, die bei YouTube liegen, wird eine Datenverbindung zu YouTube hergestellt. YouTube ist damit theoretisch in der Lage, übermittelte Daten wie IP-Adresse, Zeitpunkt, Ziel und Datenmenge des Abrufs, Verweildauer beim Video sowie weitere, von Ihrem Webbrowser übermittelte Daten abzurufen und für eigene Zwecke zu verwenden. YouTube unterliegt als US-amerikanisches Unternehmen den dortigen Gesetzen und insbesondere den weitreichenden Zugriffsbefugnissen der US-Überwachungsbehörden. Das bedeutet, dass das Datenschutzniveau, dem Ihre dorthin übermittelten Daten unterliegen, unterhalb dem der Europäischen Union liegt. Insbesondere kann YouTube keine geeigneten Garantien zum Schutz Ihrer Daten nachweisen; auch ein effektiver Rechtsschutz, den Sie in Anspruch nehmen könnten, existiert in den USA nicht. Bitte bestätigen Sie uns, dass Sie trotzdem mit der Datenweitergabe an YouTube einverstanden sind.
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist mit mehr als 11.000 Beschäftigten der größte Landesbetrieb Niedersachsens und zählt zu den forschungsstärksten hochschulmedizinischen Einrichtungen Deutschlands. Als Supramaximalversorgerin behandelt sie jährlich mehr als 260.000 Patient:innen ambulant und stationär. Zudem bildet sie rund 4.000 Studierende aus. Mit dem Anspruch, medizinische Versorgung und Forschung durch Innovationen weiterzuentwickeln, setzt die MHH seit 2023 auf eine Zusammenarbeit mit DMI.
Welche Herausforderung wollte das Klinikum stemmen?
Im Zentrum stand der Anspruch, medizinische Freitexte aus der Patientenversorgung nicht nur revisionssicher zu archivieren, sondern sie in eine Form zu überführen, die eine strukturierte, standardisierte und interoperable Nutzung ermöglicht. Die MHH wollte sicherstellen, dass unstrukturierte Informationen nicht ungenutzt bleiben, sondern in den klinischen Alltag und die Forschung zurückfließen – etwa zur Unterstützung wissenschaftlicher Studien, zur Verbesserung der Versorgungsqualität oder zur Entwicklung datenbasierter Entscheidungsprozesse. Dabei ging es nicht nur um technische Infrastruktur, sondern auch um die inhaltliche Tiefe und semantische Präzision der Daten. Ein zentrales Ziel war es, die gewonnenen Inhalte in bestehende FHIR®-Repositorien und die Interoperabilitätsplattform (IOP) zu integrieren.
Datenpotenziale heben: Die MHH-Lösung
DMI stellt ein umfassendes Lösungspaket zur Verfügung, das auf mehreren ineinandergreifenden Bausteinen basiert. Die revisionssichere elektronische Archivierung erfolgt inklusive der automatisierten KDL-Klassifizierung medizinischer Dokumente.
Im Jahr 2024 wurden die bestehenden Leistungen in einem Proof of Concept um die DMI Semantikdienstleistung ergänzt.
Die DMI Semantikdienstleistung ist Bestandteil der Clinical Document & Data Services (CDDS) sowie des Leistungsportfolios DaWiMed (Daten Wissen für die Medizin). Im Fokus steht die Extraktion medizinischer Sachverhalte aus medizinischen Freitexten sowie deren Bereitstellung in Form von syntaktisch und semantisch interoperablen Daten im HL7® FHIR®-Format (gemäß ISiK-Spezifikation). Damit entsteht ein wertvoller Datenpool, der weit über die reine Archivierung hinausgeht.
Daten im Dienst der Klinik
Die MHH sieht die Datennutzung zukünftig, um medizinische Informationen aktiv für Forschung, Qualitätssicherung und klinische Entscheidungsunterstützung bereitzustellen. Perspektivisch sollen konkrete Use Cases identifiziert werden – etwa zur Unterstützung klinischer Studien oder zur Entwicklung neuer Analysewerkzeuge. Die Entscheidung für DMI fiel bewusst, da das Lösungskonzept inklusive Archivierung und semantischer Kompetenz in dieser Form einzigartig am deutschen Markt ist. Für die MHH ist das Konzept eine wesentliche Komponente im Aufbau des interoperablen IT-Ökosystems der MHH.
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„Die strukturierte Erschließung medizinischer Freitexte ist für uns ein zentraler Schritt, um klinisches Wissen nachhaltig nutzbar zu machen. Mit DMI haben wir einen Partner, der nicht nur die Infrastruktur bereitstellt, sondern auch die semantische Tiefe liefert, die wir für Forschung, Qualitätssicherung und datenbasierte Entscheidungsprozesse benötigen. Die Lösung unterstützt uns dabei, unsere digitale Strategie konsequent weiterzuentwickeln.“
Anwendungen und Mehrwertdienste im XQT-Kontext
Digitale Anwendungen und Services nutzen die XQT-Infrastruktur, um Prozesseffizienz und Funktionalität durch standardisierte, integre Daten zu steigern.
KI-gestützte Lösungen profitieren von einer sicheren, interoperablen System- und Datenplattform, die souveräne Entscheidungsprozesse ermöglicht.
Langjährige Partnerschaften und erfolgreiche Integrationsprojekte im Gesundheits-IT-Bereich schaffen konkrete Mehrwerte für Versorgung, Forschung und Patientenservices.
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