Wie funktionieren NLP und LLM grundsätzlich?NLP – Natural Language Processing oder natürliche Sprachverarbeitung – arbeitet häufig mit regelbasierten Verfahren oder kleineren, aufgabenspezifischen Machine-Learning-Modellen. Ziel ist es, Texte gezielt zu analysieren, zu klassifizieren oder in strukturierte Informationen zu überführen.
LLMs, also große Sprachmodelle, nutzen hingegen sehr große neuronale Netze, um Sprache in ihrem Kontext zu erfassen und selbst Texte zu generieren. Sie werden daher oft der generativen KI zugeordnet.
Wie hoch ist der Datenbedarf – und warum ist das kritisch?NLP kommt in der Regel mit vergleichsweise wenig, dafür hochqualitativen und domänenspezifischen Daten aus – etwa auf Basis etablierter medizinischer Standards wie
ICD-10 oder
OPS. LLMs benötigen für ihr Basistraining enorme Datenmengen. Das erhöht nicht nur den Rechenaufwand, sondern auch die Risiken: Halluzinationen, Bias und insbesondere Fragen des Datenschutzes und der Nachvollziehbarkeit.
Wo liegen typische Einsatzbereiche in der Gesundheits-IT?NLP bewährt sich überall dort, wo es auf klare Zuordnung, Struktur und Regelkonformität ankommt – zum Beispiel bei Kodierung, semantischer Suche oder Terminologie-Mapping. LLMs spielen ihre Stärken eher aus, wenn Sprache freier formuliert ist oder komplexe Zusammenhänge verarbeitet werden sollen, etwa in der Patientenkommunikation oder bei assistierenden Dialogsystemen.