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01.03.2026 | Mareike Weberink

Per FHIR®-CDR auf dem Weg zu KI-Anwendungen

Das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg gemeinnützige GmbH – größtes konfessionelles Krankenhaus in Niedersachsen und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg – vereint ambulante und stationäre Versorgung, Reha und Ausbildung unter einem Dach. In der langjährigen Zusammenarbeit mit Health-Comm wird nun ein weiterer Meilenstein gesetzt: die Einführung eines FHIR®-basierten Clinical Data Repository (CDR). Damit schafft das Klinikum eine moderne Grundlage für Interoperabilität und stellt die Weichen für zukunftsorientierte Anwendungen wie KI-gestützte medizinische Dokumentation.
Warum möchte das Klinikum ein FHIR®-CDR umsetzen?

Im Fokus der Zusammenarbeit mit Health-Comm steht derzeit die Einrichtung eines herstellerunabhängigen, FHIR®-basierten Clinical Data Repository (CDR), das die interoperable Anbindung von Drittanwendungen ermöglicht. Ziel ist es, eine zukunftssichere Datenbasis zu schaffen, die nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllt, Stichwort ISiK und § 341 SGB V, sondern auch Perspektiven für weiterführende Anwendungen eröffnet. Besonders im Blick: KI-gestützte Lösungen, die etwa die Erstellung von Arztbriefen erleichtern und die medizinische Dokumentation insgesamt entlasten können.

Wie unterstützt dabei die erweiterte Infor™ Cloverleaf® Integration Suite?

Ein wesentlicher Schritt ist die Erweiterung der Infor™ Cloverleaf® Integration Suite um eine FHIR® Bridge sowie einen FHIR® Server. Dadurch entsteht ein zentraler Datenpool, der klinische Informationen nicht nur speichern, sondern auch strukturiert bereitstellen kann – etwa Diagnosen, Prozeduren oder Medikationen. Die modulare Architektur der Lösung stellt sicher, dass künftige Anforderungen – insbesondere im Rahmen von ISiK – flexibel und zukunftssicher unterstützt werden können. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Implementierung sicherer Zugriffsmechanismen.
Welche Vorteile stecken in dieser Lösung? 

Mit der neuen Lösung setzt das Klinikum auf eine zukunftssichere Interoperabilität, die aktuelle und kommende Anforderungen zuverlässig erfüllt. Durch die zentrale CDR-Architektur wird die bisher komplexe HL7® Version 2-Kommunikation vereinheitlicht, was die Schnittstellen deutlich reduziert und die Leistungsfähigkeit steigert. Über die standardisierte FHIR®-API sind strukturierte Daten in Echtzeit abrufbar – validiert, transformiert und in hoher Qualität. Die skalierbare Plattform ist dabei offen für künftige Erweiterungen wie neue Use Cases, zusätzliche Standorte oder Systeme. Und nicht zuletzt sendet das Klinikum mit dieser Entscheidung ein starkes Signal an Partner und das gesamte Ökosystem, denn eine strategische, proaktive Datenhaltung schafft Vertrauen und legt das Fundament für langfristige Zusammenarbeit.

Datenkonnektivität im XQT-Kontext

  • CONNECT ermöglicht die nahtlose Vernetzung von Systemen und Anwendern durch Interoperabilität mit Standards wie HL7®, FHIR®, XDS und IHE®.
     
  • Die zentrale Anbindung von KIS, Drittanwendungen, Archiven und Registern sorgt für strukturierte, sektorenübergreifende Datenflüsse in Klinik-IT und Netzwerken.
     
  • Skalierbare API- und Event-Architekturen schaffen eine flexible Grundlage für zukünftige Erweiterungen und innovative digitale Prozesse.
Bildnachweise: Chaosamran-Studio–stock.adobe.com

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