XQT
04.03.2026 | Tilman Strauss

Datensouveränität als gemeinsame Mission

XQT im Krankenhausmarkt 

Interview mit den Geschäftsführern Christoph Schmelter und Thomas Heßling

Der Krankenhausmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Steigende regulatorische Anforderungen, wachsende Cyberrisiken, Fachkräftemangel und der Anspruch an eine intersektorale Versorgung treffen auf historisch gewachsene IT-Landschaften, fragmentierte Datenstrukturen und eine Vielzahl isolierter Lösungen. In diesem Spannungsfeld wird eine Frage zentral: Wie gelingt es Krankenhäusern, ihre Daten dauerhaft vertrauenswürdig, nutzbar und zukunftsfähig zu organisieren – ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen? Mit XQT – Exchange Qualified Trust – initiieren die DMI GmbH & Co. KG und die Health-Comm GmbH eine gemeinsame Mission für Datensouveränität im Gesundheitswesen.

Im Interview erläutern die Geschäftsführer Christoph Schmelter und Thomas Heßling, warum XQT bewusst anders gedacht ist als klassische Digitalisierungsinitiativen – und was das für Krankenhäuser konkret bedeutet.
Herr Schmelter, Herr Heßling – warum braucht der Markt jetzt XQT?

Christoph Schmelter: Weil sich über viele Jahre ein strukturelles Defizit aufgebaut hat. Krankenhäuser arbeiten mit hochsensiblen, hochrelevanten Daten – jedoch häufig ohne ein durchgängiges Ordnungssystem, das Vertrauen, Nutzbarkeit und Rechtssicherheit miteinander verbindet.
 
DMI steht seit über drei Jahrzehnten für die beweissichere Bewahrung medizinischer Informationen. XQT ist für uns die konsequente Weiterentwicklung dieses Wegs: weg von reiner Archivierung, hin zu aktiver Datensouveränität.

Thomas Heßling: Und aus Sicht der Vernetzung gilt: Daten entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie systemübergreifend verfügbar, verlässlich und kontrolliert einsetzbar sind. Health-Comm bringt seit vielen Jahren Interoperabilität in komplexe Versorgungslandschaften. Mit XQT verbinden wir diese Kompetenz erstmals konsequent mit einer qualifizierten Vertrauensbasis. Wichtig ist: XQT ist kein Produkt. Es ist eine gemeinsame Mission.
Was unterscheidet XQT von bisherigen Digitalisierungsansätzen im Gesundheitswesen?

Heßling: Viele Digitalisierungsinitiativen denken Anwendungen zuerst. Wir drehen diese Logik bewusst um. XQT schafft zunächst die Voraussetzungen: integre, verkehrsfähige und souveräne Daten. Erst darauf aufbauend entfalten Anwendungen ihren Nutzen – in einer offenen, kontrollierten Application Community.

Die Daten bleiben dabei jederzeit unter der Hoheit des Krankenhauses.

Schmelter: Wer intersektoral führen will, braucht Daten, die belastbar sind – technisch, rechtlich und organisatorisch. XQT zielt genau darauf ab. Es stärkt Krankenhäuser in ihrer Rolle gegenüber Kostenträgern, Registern, Forschung, Industrie und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen.

Datensouveränität ist dabei keine abstrakte Idee, sondern eine operative Voraussetzung.
Welche Rolle spielt die enge Zusammenarbeit von DMI und Health-Comm?

Schmelter: Sie steht für Verlässlichkeit und Kontinuität. DMI verantwortet seit Jahrzehnten Vertrauen, Beweiswert und Rechtssicherheit. Health-Comm ist seit mehreren Jahren integraler Teil dieses Wegs. „Health-Comm inside“ ist kein Label – es ist gelebte Integration.


Heßling: Diese Kombination macht uns glaubwürdig. Wir kennen den Markt, seine regulatorischen Realitäten und seine operative Praxis. Das ist entscheidend, wenn man Datensouveränität nicht nur fordert, sondern auch dauerhaft umsetzen will.
Wie profitieren Krankenhäuser ganz konkret von XQT?

Schmelter: Krankenhäuser gewinnen vor allem Handlungssicherheit. Daten bleiben langfristig beweissicher, migrationsfähig und nutzbar – unabhängig von Systemwechseln oder technologischen Zyklen. Gleichzeitig entsteht ein stabiles Fundament für neue Anwendungen und Prozesse. 

Heßling: Und sie gewinnen Geschwindigkeit. Prozesse werden effizienter, Entscheidungen fundierter, Innovation planbarer. Das ist kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und eine qualitativ hochwertige Versorgung.
Ihr Ausblick: Wohin entwickelt sich XQT?

Schmelter: XQT ist ein betriebsaktives Ordnungssystem. Es wächst mit den Anforderungen der Krankenhäuser – und mit dem Ökosystem der Partner, die auf dieser Basis Mehrwert schaffen.
 

Heßling: 
Unser Ziel ist klar: Krankenhäuser sollen ihre führende Rolle in der intersektoralen Gesundheitsversorgung behaupten können – auf Basis souveräner Daten. XQT ist dafür der Enabler.

Das Ordnungssystem XQT

Trust. Connect. Apply

TRUST

Sicherheit durch Integrität und Nachweisbarkeit
 
zertifizierte Vertrauens- und Bewahrungsdienste (QTSP) nach eIDAS
rechtssichere und revisionsfeste Langzeitarchivierung
Integritätsgarantie für Dokumente und Daten über den gesamten Bewahrungszeitraum
hochverfügbare, ausfallsichere Infrastruktur für Havariefälle
Compliance-Unterstützung für B3S, DSGVO und KRITIS
CONNECT

Interoperabilität, die Versorgung stärkt
 
standardisierte Kommunikation via 
HL7, FHIR, ISiK
sichere Anbindung von Kliniken, Praxen und Kostenträgern
technische Harmonisierung komplexer Systemlandschaften
zuverlässige Datenbrücken für Versorgung und Erlössicherung
APPLY

Anwendungen für starke Entscheidungen 
 
KI-gestützte statistische Auswertungen und semantisch-syntaktische Analysen
Prozessoptimierung auf Basis integrer Daten
Nutzung für Forschung, Qualitätssicherung und KHZG-Projekte
Aufbau datengetriebener Versorgungs- und Managementprozesse

Verlässliche Bausteine für Datensouveränität

XQT ist modular aufgebaut. 
Warum ist dieses Prinzip so zentral für den Krankenhausmarkt?

Dr. Christian Jenke: 
Weil Krankenhäuser keine monolithischen IT-Lösungen brauchen, sondern verlässliche Bausteine. Mit TRUST, CONNECT und APPLY schaffen wir ein betriebsaktives System, das Sicherheit, Interoperabilität und konkreten Nutzen verbindet – und dabei schrittweise einsetzbar, skalierbar und jederzeit compliant bleibt.

Dr. Christian Jenke
Senior Solution Advisor
Was bedeutet dieses Zusammenspiel der drei Ebenen ganz konkret für 
die Datensouveränität der Krankenhäuser?

Guido Bovekamp: 
Datensouveränität entsteht dann, wenn Daten beweissicher bewahrt, sinnvoll vernetzt und praktisch nutzbar sind. Genau das leistet XQT: TRUST schafft Vertrauen, CONNECT ermöglicht sektorübergreifende Prozesse und APPLY macht den Mehrwert integrierter, verkehrsfähiger Daten im Alltag direkt erlebbar – offen für Partner und passgenau für die Praxis.

Guido Bovekamp
Senior Solution Advisor
Bildnachweise: DMI GmbH & Co. KG

SCHON GESEHEN?

Blickpunkt Trust

Die sichere, vertrauenswürdige Datenbasis von XQT

Editorial

XQT – Die Grundlage für souveräne Entscheidungen im Krankenhaus

Wie FHIR® und KI Versorgungsintelligenz möglich machen

Datensilos aufbrechen

Strukturierte Daten

Medizinische Hochschule Hannover

Die enormen Nutzenpotenziale der Digitalisierung heben

Daten spielen eine zentrale Rolle

Von Arztbrief bis KI-Analyse

NLP und LLMS im Krankenhaus

Per FHIR®-CDR auf dem Weg zu KI-Anwendungen

Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg

XQT Live erleben

Veranstaltungen 2026

Wissen, das zählt

Unser Webinarprogramm 2026

Datensouveränität als strategische Notwendigkeit

Ein Impuls von Christian Bauer 

Vertrauenswürdige, interoperabel verfügbare Daten

Voraussetzung für die digitale Gesundheitsversorgung

XQT Partner Programm

Souveräne Daten in innovativen Anwendungen

XQT auf der DMEA 2026

Datensouveränität gemeinsam gestalten

Nachhaltiger Krankenhauspartner

VKD-Gold-Status erneuert