Zur Einbindung externer Videos, die bei YouTube liegen, wird eine Datenverbindung zu YouTube hergestellt. YouTube ist damit theoretisch in der Lage, übermittelte Daten wie IP-Adresse, Zeitpunkt, Ziel und Datenmenge des Abrufs, Verweildauer beim Video sowie weitere, von Ihrem Webbrowser übermittelte Daten abzurufen und für eigene Zwecke zu verwenden. YouTube unterliegt als US-amerikanisches Unternehmen den dortigen Gesetzen und insbesondere den weitreichenden Zugriffsbefugnissen der US-Überwachungsbehörden. Das bedeutet, dass das Datenschutzniveau, dem Ihre dorthin übermittelten Daten unterliegen, unterhalb dem der Europäischen Union liegt. Insbesondere kann YouTube keine geeigneten Garantien zum Schutz Ihrer Daten nachweisen; auch ein effektiver Rechtsschutz, den Sie in Anspruch nehmen könnten, existiert in den USA nicht. Bitte bestätigen Sie uns, dass Sie trotzdem mit der Datenweitergabe an YouTube einverstanden sind.
Die AMEOS Gruppe steht vor der Herausforderung, medizinische Informationen aus einer Vielzahl historisch gewachsener Systeme standortübergreifend konsistent, sicher und langfristig verfügbar zumachen. Unterschiedliche Applikationen, dezentrale Serverstrukturen und heterogene Datenmodelle erschweren eine einheitliche Sicht auf Patientendaten und verursachen gleichzeitig hohe Betriebs-und Wartungsaufwände.
Mit dem Aufbau einer zentralen Interoperabilitätsplattform und der strukturierten Migration medizinischer Altdaten schafft der Klinikverbund nun die Grundlage für eine zukunftsfähige, interoperable und wirtschaftliche Datenarchitektur. Ziel ist die Verfügbarkeit sämtlicher medizinischer Informationen auf einer zentralen Plattform– unabhängig vom jeweils eingesetzten Primärsystem.
Auf Basis der XQT Qualified Trust Plattform entsteht eine standardisierte, hochverfügbare Infrastruktur für interoperable Datennutzung und revisionssichere Langzeitbewahrung. Das Projektstärkt damit Versorgung, Wirtschaftlichkeit und Datensouveränität gleichermaßen.
Ausgangssituation
Die bestehende Systemlandschaft der AMEOS Gruppe ist durch eine Vielzahl heterogener Applikationen und dezentraler Servergeprägt. Historisch gewachsene Datensilos erschweren die standortübergreifende Nutzung medizinischer Informationen und verhindern eine ganzheitliche Sicht auf Patientendaten.
Gleichzeitig führen die bestehenden Strukturen zu: • hohem Betriebs- und Wartungsaufwand • steigender Komplexität der Systemlandschaft • eingeschränkter Interoperabilität • mehrfacher Datenhaltung und redundanten Schnittstellen• erhöhten Risiken bei Systemwechseln oder Ablösungen bestehender Anwendungen.
Die langfristige Vorhaltung medizinischer Informationen in Altsystemen ist dabei weder wirtschaftlich noch strategisch sinnvoll.
Zielsetzung
Ziel des Projekts ist der Aufbaueiner zentralen, interoperablen Datenplattform mit folgenden Eigenschaften: • Verfügbarkeit ALLER medizinischen Daten auf einer Plattform • schrittweise Ablösung bzw. Verschlankung bestehender Altsysteme • Reduktion von Wartungs- und Betriebskosten • standortübergreifende Verfügbarkeit medizinischer Informationen • standardisierte und zukunftsfähige Datenhaltung • höhere Unabhängigkeit vom Primär-KIS.
Darüber hinaus soll die Plattform die Grundlage für zukünftige digitale Versorgungsmodelle, Forschungsszenarien und KI-gestützte Anwendungen schaffen.
Umsetzung/Lösungsansatz
Die Gesamtlösung kombiniert eine konzernweite Interoperabilitätsplattform mit strukturierter Altdatenmigration und revisionssicherer Langzeitarchivierung.
Kernelemente der Umsetzung: • Aufbau einer standardbasierten Interoperabilitätsplattform auf Basis von IHE, FHIR® und ISiK • Integration eines zentralenmedizinischen Archivs mit AVP Infinity • Migration medizinischer Daten aus mehr als 50 Systemtypen und rund 100 Bestandssystemen • Extraktion, Strukturierung, Mapping und Harmonisierung der Daten • revisionssichere Langzeitarchivierung im DMI Secure Data Center • Bereitstellung einer FHIR®-Bridge für die Migrationsumgebung • Erweiterung der Plattform um Bulk-Import-Funktionen.
Die Migration umfasst unteranderem KIS-Systeme wie ORBIS, iMedOne, Medico, Millennium und i.s.h. med. Die Nutzbarkeit der Daten wird durch Teststellungen, fachliche Validierung und abgestimmte Leitfragen gemeinsam mit dem Kunden sichergestellt.
Konkreter Nutzen
Der Mehrwert zeigt sich sowohl in Versorgung und medizinischer Nutzung als auch in Organisation und IT.
Für die Versorgung • standortübergreifender Zugriff auf medizinische Informationen • Verfügbarkeit historischer Behandlungsdaten auch nach Systemwechseln • bessere Grundlage für langfristige Patientenversorgung • Unterstützung zukünftiger Forschungs-und KI-Anwendungen • höhere Verfügbarkeit relevanter Informationen im Behandlungsprozess.
Für Organisation & IT • Reduktion von Systemkomplexität und Schnittstellen • Wegfall von Wartungskosten für Altsysteme • geringerer Speicherbedarf durchzentrale Datenhaltung • höhere Flexibilität bei Systemwechseln • reduzierte Risiken bei Neueinführung oder Ablösung von Anwendungen • Entlastung interner Ressourcendurch extern betriebenes Secure Data Center.
Was passiert ohne Lösung?
Ohne eine zentrale Interoperabilitätsplattform würden heterogene Systemlandschaften und Datensilos weiter bestehen. Wartungs und Betriebskosten historischer Anwendungen würden dauerhaftsteigen, während gleichzeitig die Risiken bei Systemwechseln oder Abschaltungen zunehmen.
Die Verfügbarkeit medizinischer Informationen wäre langfristig nur eingeschränkt sichergestellt. Zudem würden zukünftige Anforderungen an Interoperabilität, Datensouveränität und KI-Fähigkeit deutlich erschwert.
Fazit
Mit der zentralen Interoperabilitätsplattform und der strukturierten Altdatenmigration schafft die AMEOS Gruppe eine belastbare und zukunftssichere Datenbasis für die digitale Gesundheitsversorgung.
Die Kombination aus interoperabler Plattform, standardisierter Datenmigration und revisionssicherer Langzeitbewahrung stärkt Versorgung, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit gleichermaßen.
Das Projekt ist damit nicht nur ein Migrationsvorhaben, sondern ein strategischer Baustein für Datensouveränität und digitale Transformation im Krankenhaus.