Welche Auswirkungen hat die ePA auf die strategische Ausrichtung von Krankenhäusern?
Hoffs: Die ePA ist aus meiner Sicht nur ein Teil einer größeren Entwicklung. Gesundheitsdaten sollen künftig nicht nur gespeichert, sondern sektorenübergreifend nutzbar gemacht werden. Wer heute die Voraussetzungen für strukturierte und interoperable Daten schafft, legt gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Anforderungen – etwa im Zusammenhang mit dem European Health Data Space, neuen Versorgungsmodellen oder datenbasierten Anwendungen.
Worauf sollten Entscheider in den kommenden Jahren besonders achten?
Hoffs: Die ePA sollte nicht als einzelne regulatorische Pflicht betrachtet werden. Wer heute eine tragfähige Datenarchitektur aufbaut, schafft gleichzeitig die Grundlage für viele weitere Digitalisierungsprojekte. Die eigentliche strategische Frage lautet daher nicht: „Wie erfülle ich die ePA-Pflicht?“, sondern: „Wie schaffe ich eine souveräne und interoperable Datenbasis?“